Microsoft warnt aktuell vor sogenannten „Schatten-KI“-Anwendungen in Unternehmen. Gemeint ist der Einsatz von KI-Tools und autonomen KI-Agenten durch Beschäftigte ohne Wissen oder Freigabe von IT und Sicherheitsabteilungen. Laut Microsoft geschieht dies oft aus Effizienzgründen – birgt aber erhebliche Risiken für IT-Sicherheit, Datenschutz und Compliance. Besonders kritisch: In vielen Unternehmen existieren bislang keine klaren Regeln für den Einsatz generativer KI, obwohl diese bereits weit verbreitet ist. [msn.com]
Aus Sicht der Mitbestimmung ist diese Entwicklung hochrelevant. SchattenKI betrifft unmittelbar Fragen der Arbeitsorganisation, der Leistungs und Verhaltenskontrolle sowie des Schutzes personenbezogener Daten. Wenn Mitarbeitende eigenständig KI-Agenten nutzen, die z. B. Texte erstellen, Code schreiben oder Entscheidungen vorbereiten, kann dies Arbeitsprozesse und Anforderungsprofile grundlegend verändern – oft ohne transparente Information oder Beteiligung der Interessenvertretung.
Hinzu kommt: Microsoft betont, dass unkontrollierte KI-Agenten zu Sicherheitslücken werden können, etwa wenn sie zu weitreichende Zugriffsrechte erhalten oder manipuliert werden. Solche Risiken sind nicht nur ein IT-Problem, sondern auch ein Mitbestimmungstatbestand, da sie Beschäftigte mittelbar betreffen – etwa durch Haftungsfragen, Arbeitsverdichtung oder neue Kontrollmechanismen. [msn.com]
Fazit: Die Warnung vor SchattenKI macht deutlich, dass KI-Einführung kein reines Technikthema ist. Betriebs und Personalräte sollten frühzeitig auf klare Regelungen, Transparenz und verbindliche Vereinbarungen drängen. Nur so lässt sich sicherstellen, dass KI sinnvoll genutzt wird – ohne Sicherheitsrisiken und ohne die Rechte der Beschäftigten zu unterlaufen.


